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Müllabfuhr muss das Rückwärtsfahren auf manchen Sammeltouren einstellen

Bislang hat es zum Glück bei der Müllabfuhr im Landkreis Osnabrück noch keinen schweren Unfall mit rückwärtsfahrenden Abfallsammelfahrzeugen gegeben. Allerdings hört man immer wieder von tödlichen Unfällen. Um das erhöhte Unfallrisiko beim Rückwärtsfahren dort abzustellen, wo es nach intensiver Überprüfung geboten ist, wird sich an manchen Strecken der Müllabfuhr im Landkreis etwas ändern. Das gibt die AWIGO GmbH bekannt.

Rückwärtsfahren muss auf manchen Touren eingestellt werden
Alle Rückwärtsstrecken sind in den vergangenen Monaten detailliert überprüft worden.

„Das Rückwärtsfahren tonnenschwerer Lkw bietet ein erhöhtes Unfallrisiko. Daher versuchen wir, es nach Möglichkeit zu vermeiden“, sagt AWIGO-Geschäftsführer Christian Niehaves. So will es auch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), wie aus ihren veröffentlichten Empfehlungen für die Abfallsammlung hervorgeht – ein Regelwerk, das klar definiert, welche Bedingungen an der Rückwärtsstrecke ein zu hohes Unfallrisiko verursachen.

„Im Landkreis gibt es Streckenabschnitte, die wir bislang aufgrund fehlender Wendemöglichkeiten rückwärts befahren, um möglichst viele Mülltonnen kundenfreundlich an der Grundstücksgrenze zu leeren“, zeigt Niehaves auf. Wie nahezu alle deutschen Entsorgungsbetriebe habe die AWIGO-Unternehmensgruppe anlässlich der DGUV-Empfehlungen und der anhaltenden Meldungen zu Unfällen in den vergangenen Monaten diese Touren intensiv überprüft. In Zusammenarbeit mit Experten der INFA GmbH, einem Fachbüro aus Ahlen, seien Ortsbegehungen durchgeführt, die geforderten, professionellen Gefährdungsbeurteilungen für sämtliche Rückwärtsstrecken erstellt und in einem Kataster dokumentiert worden.

Nun stehen die Ergebnisse fest: In rund 700 Fällen fährt die Müllabfuhr im Landkreis bislang rückwärts. Etwa drei Prozent der Haushalte im Landkreis liegen an diesen Strecken. „Bei den meisten, genauer gesagt bei knapp 600 Strecken, können wir nach den Gefährdungsbeurteilungen weiter verfahren wie bisher. Wir haben unsere Mitarbeiter dahingehend extra geschult“, gibt Niehaves bekannt.

Bei den übrigen etwa 70 Strecken ergaben die Analysen der AWIGO-Gruppe allerdings ein zu hohes Unfallrisiko. „Hier muss sich aus Sicherheitsgründen etwas ändern, rund 400 Anlieger sind betroffen“, stellt der Geschäftsführer klar.

Je nach Gegebenheiten vor Ort sehen die Lösungen für die Anwohner verschieden aus, wie Niehaves‘ Ausführungen zeigen: „Wo es möglich war, sind wir zunächst auf Städte und Gemeinden zugegangen. Hier werden Optionen wie eine Vergrößerung der Fahrbahn oder die Einrichtung neuer Wendemöglichkeiten geprüft.“ In den übrigen rund 40 Fällen kontaktiere die AWIGO die Anwohner per Anschreiben und gebe konkrete Lösungen ab Januar 2019 vor. „Manche Kunden sollen die Mülltonnen an der nächstgrößeren Straße bereitstellen, an anderen Haushalten ersetzen wir Abfallbehälter durch Säcke, die mit kleineren Fahrzeugen eingesammelt werden können. Darüber hinaus fragen wir einzelne Grundstückseigentümer nach einer Wendemöglichkeit auf ihrem Hof.“

Aus Sicherheitsgründen muss die AWIGO-Gruppe also ihren gewohnten Service für bis zu 400 Anlieger verändern – je nachdem, wie die Überprüfungen der Städte und Gemeinden ausfallen. Niehaves betont abschließend: „Das erhöhte Unfallrisiko lässt uns an diesen Stellen keinen Spielraum, wir bitten die betroffenen Anwohner um Verständnis. Bei Fragen, Anregungen oder Problemen sollten sie uns am besten gleich ansprechen – wir werden Lösungen finden.“ Das AWIGO-Service Center steht per E-Mail unter info@awigo.de oder telefonisch unter (0 54 01) 36 55 55 gern zur Verfügung.

Nachfolgend finden Sie eine Liste mit den Straßen, bei denen es zu einer Umstellung kommen muss:

erstellt am 30.11.2018

Rückwärtsstrecken mit Umstellungen PDF | 0.02 MB Dokument herunterladen

Daniela Pommer

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Daniela Pommer
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