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| Manche verzichten auf Pfand für Autobatterie |
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22.07.02 | Neue Osnabrücker Zeitung
Hagen (dm) "Das Umweltbewusststein in der Bevölkerung ist gestiegen." Diese positive Bilanz zog am Samstag Altlasten-Experte Heiner Buschschlüter in Hagen bei einer der Jährlich mehr als 65 mobilen Sonderabfallsammlung des Landkreises Osnabrück.
Auto- und Gerätebatterien, leere Farbeimer, Leuchtstoffröhren und Spraydosen in Kleinmengen aus privaten Haushalten können dann vor Ort abgeliefert werden. Geschultes Fachpersonal sortiert den zum Teil gefährlichen Müll vor. Buschschlüter, zuständig für diese Sonderabfallsammlungen bei der Abfall- Wirtschafts-Gesellschaft im Landkreis Osnabrück (AWIGO), erklärt beispielhaft, wo die Unterschiede liegen: "Holz- und Pflanzenschutzmittel, Leuchtstoffröhren, Spraydosen, Farben und Lacke sowie Starterbatterien und Trockenbatterien zählen unter anderem zu den häuslichen Sonderabfällen."
Nicht angenommen werden bei den mobilen Sonderabfallsammlungen gewerbliche Abfälle und aus dem häuslichen Bereich Altöle, da hierfür seit über fünf Jahren eine Rücknahmeverpflichtung durch den Handel besteht. "In den vergangenen Jahren hat die stoffliche Verwertung von Sonderabfällen immer mehr zugenommen", macht Heiner Buschschlüter deutlich.
Bei der Kleinmengensammlung am Samstag in Hagen lieferten während der zweieinhalbstündigen Annahmezeit etwa 100 Bürger ihre Sonderabfälle ab. Dabei waren rund 300 ausgediente Leuchtstoffröhren und 30 Autobatterien. Die Menge der Starterbatterien ist für für Heiner Buschschlüter und Stefan Windoffer von der Firma Meyer-Entsorgung allerdings verwunderlich, denn "auch für die Autobatterien besteht eine Rücknahmegarantie durch den Handel. Der Käufer zahlt beim Kauf einer neuen Batterie sogar Pfand, wenn er keine Alt- Batterie zurückgibt." Autobatterien sind heute zu 100 Prozent wiederverwertbar. Blei, Kunststoff und Batteriesäure werden getrennt und können wieder verwendet werden.
Anders sieht es noch bei den kleinen Trockenbatterien aus. Diese werden auf dem Schadstoffmobil, einem Spezialfahrzeug für giftige Stoffe, gesammelt. Nur schadstoffarme Trockenbatterien können wiederverwertet werden, alle anderen gehen in die Endlagerung.
"Erfreulicherweise setzt die Industrie immer mehr auf schadstoffarme Gerätebatterien, daher hat auch die Verwertung in diesem Bereich zugenommen", erklärt Heiner Buschschlüter. In Niedersachsen ist der Landkreis Osnabrück die Region mit der höchsten Rücknahmequote von Trockenbatterien aus öffentlichen Sammlungen, macht Buschschlüter nicht ohne Stolz deutlich.
Auf dem Schadstoffmobil war am Samstag Chemielaborant Ansgar Moormann für die Trennung des Sonderabfalls nach brandfördernden, ätzenden und giftigen Gefahrstoffen zuständig. In sicheren Behältern werden unter anderem Fotochemikalien und Pflanzenschutzgifte aus dem Hobby- und Gartenbereich oder auch Spraydosen von Körperpflegemitteln sortiert.
Insgesamt kann sich die Bilanz im Landkreis Osnabrück sehen lassen. Jährlich werden etwa 110 Tonnen Sonderabfälle über das Schadstoffmobil entsorgt. Wer wissen möchte, was in seinem Haushalt zum Sonderabfall zählt, kann sich bei Heiner Buschschlüter unter der Rufnummer (05 41) 501 48 06 informieren. Auskünfte gibt es auch im Internet unter www.awigo.de.
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